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Elektronenmikroskopische Aufnahmen des Transkriptionsmusters in den Nukleoli und im Zellkern von Acetabularia mediterranea


Die DNS- und RNS-Moleküle wurden nach einem speziellen Verfahren - der Miller-Technik - gespreitet. a, b rRNS-Cistren (rRNS-Gene) in den Nukleoli. Diese Gene sind repetitiv und stets gleich orientiert. Sie sind durch nicht-transkribierte Abschnitte voneinander getrennt. An jedem Gen arbeiten gleichzeitig zahlreiche Polymerasen nach einem Fließbandprinzip. Die halbfertiggestellten Transkripte erscheinen daher im Bild als "Tannenbäume" oder "MILLER-Bäumchen". Nahe dem Start der Transkription sind die "Äste" am kürzesten (es ist ja erst wenig transkribiert) kurz vor Fertigstellung sind sie am längsten. Der transkribierte Abschnitt ist deutlich länger als das abgelöste Transkriptionsprodukt. Das beruht einmal auf einer Komplexierung der RNS mit Proteinen, zum andern auf ihrer Verknäuelungstendenz; die Konturlänge (Abstand zwischen Anfang und Ende) wird dadurch verkürzt.





Transkription einiger Gene im Kern. Sie sind unterschiedlich lang, sie liegen nicht als Tandem vor, und sie sind nicht immer gleich orientiert. Die nicht-transkribierten Abschnitte sind ebenfalls unterschiedlich lang.
(S. BERGER, H.-G. SCHWEGER, 1975; S. BERGER. D. M. ZELLMER, K. KLOPPSTECH, G. RICHTER, W. L. DILLARD, H.-G. SCHWEIGER, 1978)




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